Hebamme Susanne Kotz - Siegen

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Der habituelle Abort

Den habituellen Abort nennt man auch eine wiederholte Fehlgeburt. Man spricht von einem habituellen Abort, wenn es sich um die dritte Fehlgeburt in Folge handelt, bei der die Ursache zunächst unklar ist. Ca. 1 % aller Paare mit Kinderwunsch leiden unter dem habituellen Abort, während sich bei weiteren 40 % keine Ursache finden lässt.

Die Einteilung bei habituellen Abort

In der Medizin spricht man von zwei Formen des habituellen Aborts. Es gibt den primären habituellen Abort. Hierbei handelt es sich um eine Fehlgeburt ohne bisherige Schwangerschaft im Vorfeld. Fanden davor schon Schwangerschaften statt, dann spricht man von einem sekundären habituellen Abort.

Die Ursachen eines habituellen Aborts

RisikoschwangerschaftDie Ursachen für einen habituellen Abort sind vielfältig. Leider handelt es sich hierbei nicht nur um eine Chromosomenauffälligkeit der Eltern, sondern auch um Gebärmutterfehlbildungen oder auch um eine Zervixschwäche. Weitere Ursachen für den habituellen Abort können hormonelle Störungen, Autoimmunerkrankungen oder auch bestimmte Infektionen sein. Die wohl gefährlichsten Infektionen sind hierbei die Toxoplasmose, Chlamydien und die Ureaplsmen. Andere Infektionen sind für den habituellen Abort eher unwahrscheinlich. Eine weitere Erklärung für den habituellen Abort ist auch eine gestörte Interaktion zwischen dem kindlichen und dem mütterlichen Gewebe.

Die Folgen

Ein immer wiederkehrender habitueller Abort stellt nicht nur für die Mutter oder die Eltern, sondern auch für den Arzt eine große Belastung dar. Rund 1/3 der betroffenen Frauen erleiden dadurch eine Depression. Gerade für den Arzt ist sehr frustrierend, denn es scheint keinen wirklichen Grund für die Fehlgeburt zu geben und es kann bis heute keine erfolgversprechende Behandlung angewandt werden.

Eine besondere Therapie

Leidet eine Frau unter einer Neigung zum habituellen Abort, dann kann ein frühes totales Verschließen des Muttermundes eine Überlebenschance für das ungeborene Kind sein. Allerdings handelt es sich hier um kein Versprechen, dass ein habitueller Abort nicht doch eintritt, sondern viel mehr um eine deutliche Steigerung der Erfolgsaussichten, dass die Schwangerschaft zu Ende geführt werden kann.

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