Hebamme Susanne Kotz - Siegen

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Blastozyste: Blasto

Begriffserklärung: Das Wort Blastozyste ist eine Zusammensetzung der altgriechischen Wörter bláste, was soviel wie „Spross“ oder „Keim“ bedeutet, und kýstis, was mit „Blase“ übersetzt werden kann. Das Wort Blastozyste kann also als „Keimblase“ übersetzt werden.

Frühstadium des KeimlingsDefinition: Blastozyste bezeichnet ein Frühstadium des Keimlings während der Schwangerschaft bei höheren Säugetieren und Beuteltieren, das sich ungefähr drei bis vier Tage nach der Befruchtung entwickelt.

Entstehung: Die Balastozyste wird während der Balstulation herausgebildet. Blastulation bezeichnet ein Entwicklungsstadium der Embryogenese, also der ersten Phase der Embryonalentwicklung, die von der Befruchtung der Eizelle zur Entwicklung der Organanlagen führt. Die Blastogenese findet nach dem Morula-Stadium (Maulbeeren-Stadium) statt und schließt die Furchung ab. Nach der Blastogenese folgt die Gastrulation des Keimlings. Die Blastozyste entwickelt sich hierbei aus dem kompakten Zellhaufen der Morula. Aus den Interzellularspalten entwickeln sich dabei zunächst flüssigkeitsgefüllte Interzellularräume. Ungefähr drei bis vier Tage nach der Befruchtung fließen diese zur Blastozystenhöhle zusammen und bilden die Keimblase. Durch die Differenzierung der inneren und äußeren Zellen der Morula wird die Füllung der Interzellularräume mit Flüssigkeit bewirkt. Die äußeren Zellen bilden in der Morula über Tight Junctions eine stabile Abgrenzung nach Außen und flachen nach außen ab. Nur sie können Microvilli bilden. Die inneren Zellen dagegen sind über Gab Junctions miteinander verbunden. Durch diese Zusammensetzung wird ein aktiver Flüssigkeitsstrom ins Innere der Morula ausgelöst. So entwickelt sich die Blastozyste. Dabei steigt das Volumen im Inneren an. Die Eihülle wird durch Enzyme zersetzt, die Zellen im Inneren der Morula bleiben nur an einer Stelle erhalten und bilden den Embryoblasten. Aus den äußeren Zellen der Morula hat sich bei der Blastozyste eine schützende Hülle, der Trophoplast, entwickelt. Aus diesem werden später die Plazenta und die Eihäute gebildet. Die Blastozyste enthält sowohl Embryonale Stammzellen als auch pluripotente Eizellen, aus denen Embrynale Stammzellen gewonnen werden können.

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